KAIROS-Projekt "Yolanda"

KAIROS-Projekt Yolanda: ein Bericht über unser Projekt in: 


Trauma Relief in the Philippines after Typhoon Hayian (siehe 2.Bericht):

http://news.mservers.co.uk/t/ViewEmail/r/
D0EF0A6EF20A3F002540EF23F30FEDED/
4A42C148B6DFBF6C6D5E5F9A8728A5A6


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KAIROS Projekt Yolanda 2013 - 2. Bericht von den Philippinen (Pressemitteilung)

Unser therapeutischer Ansatz:

NADA- und Körpertherapie-gestützte Traumaambulanz 
 
  Am 7. November 2013 erreichte der Taifun „Haiyan/Yolanda“ mit minutenlangen Windböen von  mehr als 200 Stundenkilometern die philippinischen Inseln Samar und Leyte. Es war einer der stärksten Stürme in der Geschichte der Wetteraufzeichnung. Bilder von Tod und Zerstörung gingen in den folgenden Tagen um die Welt.

 
Seit 2011 arbeiten mein Partner, Dipl. Psychologe und Psychotherapeut Matthias Witzel, und ich zusammen mit PECOJON, einer philippinischen NGO, die sich zu Ziel gesetzt hat, unabhängigen Journalisten und ihren Familien zu helfen. Unsere Unterstützung geschieht in Gestalt einer Stress- und Trauma-Ambulanz, deren therapeutisches Angebot psychotherapeutische Traumatherapie, Körperarbeit, Akupunktur, Homöopathie und Phytotherapie umfasst.

Als unabhängige Journalisten kommen unsere Patienten aus allen Altersgruppen und sozialen Klassen der philippinischen Gesellschaft, und sie verkörpern eine Population, die durch die herrschenden politischen Verhältnisse grossen Repressionen ausgesetzt ist. Aus europäischer Sicht kann man diese Verhältnisse am ehesten mit unseren Vorstellungen von Ländern wie Mexiko und anderen mittel- und südamerikanischen Ländern vergleichen: Oligarchen an der Macht, zahlreiche Bürgerkriege, die von der Weltgemeinschaft im grossen und ganzen ignoriert werden, und regelmässige Morde an unabhängigen Journalisten, die in einer Kultur der Straflosigkeit geschehen. In einer von der britischen Zeitung The Guardian veröffentlichten Statistik im Januar 2014 rangieren die Philippinen an weltweit 2. Stelle der gefährlichsten Orte für Journalisten – nur im Irak fielen 2013 noch mehr Journalisten politisch motivierter Gewalt zum Opfer.

Auf der Philippinen sind unabhängige Journalisten jedoch nicht nur direkter Gewalt und Einschüchterung von Seiten der Machthaber ausgesetzt, sondern werden auch immer wieder im Rahmen ihrer Berichterstattung aus nächster Nähe mit hochtraumatisierenden Situationen konfrontiert - seien es bewaffnete Konflikte zwischen Militärs und Rebellengruppen, terroristischen Bombenattacken oder Natur- und andere Katastrophen mit meistens unzähligen Todesopfern.

Oft sind die Berichterstatter in einem Land, in dem es keinen flächendeckend organisierten Rettungsdienst gibt, auch als Ersthelfer tätig. Darüber hinaus sind sie bei den meisten Katastrophen, über die sie berichten, nicht zuletzt selbst direkt oder indirekt Betroffene und mit dem Verlust von Verwandten, Freunden oder der Bedrohung der eigenen Existenz konfrontiert.
 
Als wir am 12. November eine dringliche Anfrage aus den Philippinen erhielten, unsere Trauma-Ambulanz für die Überlebenden des Taifuns in der nahezu dem Erdboden gleichgemachten Stadt Tacloban zur Verfügung zu stellen, war es für uns selbstverständlich, dieser Bitte nachzukommen. Da die gesamte Organisation äusserst kurzfristig auf die Beine gestellt werden musste, erfolgte die Finanzierung der Flüge privat; Logistik und Zubehör konnten mit Hilfe zahlreicher Spenden aus dem Kreis von Freunden, Kollegen und Familie bestritten werden. In den folgenden Wochen waren wir, um unser Therapieangebot möglichst genau auf die Bedürfnisse der dortigen Patienten zuschneiden zu können, in ständigem Kontakt mit Helfern vor Ort, die uns detailliert über die Lage unterrichteten. Anders als bei Einsätzen in der Vergangenheit konnten wir daher nicht nur komplementärmedizinische, sondern auch schul- und notfallmedizinische Ausrüstung für die Behandlung der Taifunopfer erwerben. Am 20. Dezember brachen wir von Frankfurt auf und erreichten am Morgen des Heiligabend die Stadt Tacloban.


 
Zwischen Heiligabend und Silvester 2013 führten wir 5 Trauma-Ambulanzen mit täglich 6-8 Stunden Einzel- und Gruppenbehandlungen für insgesamt ca. 200 Personen durch; 4 Termine davon in Tacloban für Betroffene und ihre Familien, sowie einen Termin in Cebu für dortige Journalisten und Ersthelfer, die in den Tagen nach der Katastrophe in Tacloban vor Ort waren.

Die am häufigsten geschilderten Beschwerden waren Muskel-, Nacken- und Rückenschmerzen, Schlafstörungen, chronische Kopfschmerzen, schwere Depressionen, Angst- und Panikattacken, Flashbacks und/oder Alpträume von den erlebten Geschehnissen, Erschöpfung, Konzentrationsstörungen, psychische Dissoziation mit Unfähigkeit, die eigenen Gefühle wahrzunehmen, Gelenkschmerzen, Atemprobleme, Zwangsstörungen, Magen- und Verdauungsbeschwerden. Unsere diesjährigen Patienten zeigten ein grösseres Ausmass und qualitativ viel stärker ausgeprägte Symptome als diejenigen in den Jahren zuvor (2011 und 2012).
 
Im Zeitraum von Ende 2011 bis Ende 2013 waren alle unserer diesjährigen Patienten privat wie auch im Rahmen ihrer freiberuflichen Tätigkeit von drei oder mehr der folgenden Katastrophen betroffen: von Taifun Sendong/Washi (2011) mit nachfolgend katastrophalen Springfluten und Erdrutschen, die auf Mindanao ganze Stadtteile unter sich begruben; Taifun Pablo (2012); der Kollision zweier grosser Fähren im Hafen von Cebu mit hunderten Todesopfern (August 2013); dem Rebellenangriff auf die Stadt Zamboanga (noch immer leben dort hunderte Flüchtlinge in Zelten, deren Häuser von den Rebellen mit Feuer und Bomben zerstört wurden - einige unserer Patienten überlebten nur mit Glück einen Granatenangriff auf ein Team vom Roten Kreuz); dem schweren Erdbeben auf der Insel Bohol mit einer Stärke von 7.9 (Oktober 2013), sowie dem Super-Taifun Yolanda/Haiyan.
 
Speziell nach diesem Taifun reisten viele Journalisten in die betroffenen Gebiete, um dort zu helfen und um unabhängig über die Situation vor Ort zu berichten, da man eine grossangelegte Vertuschungsaktion durch die Regierung befürchtete, was dann auch tatsächlich eintrat: In den ersten Tagen nach der Katastrophe wurde deren Ausmass durch die offiziellen philippinischen Kanäle systematisch verharmlost, was zu einem schwerwiegenden Zeitverlust beim Anlaufen der internationalen Hilfe führte und nochmals unzählige Opfer forderte, die nicht rechtzeitig aus den Trümmerfeldern geborgen werden konnten.

In Tacloban lebende Journalisten hingegen wurden direkt Opfer der flächendeckenden Verwüstung; sie verloren alles - von Wohnungen, Arbeitsstellen und Ausrüstung bis hin zu Freunden und Familienangehörigen. Ein Patient war der einzige Überlebende aus den Reihen des regionalen Fernsehsenders, für den er arbeitete; ein anderer hatte zwei Kinder beerdigen müssen, während seine Ehefrau und ein weiteres Kind noch als vermisst galten.

In der Stress- und Traumaambulanz erhielten alle Patienten eine Behandlung mit psychotherapeutischen Traumainterventionstechniken, integrativer Körperarbeit, NADA-Akupunktur sowie die homöopathische Rezeptur PC 305z nach Peter Chappell für die Behandlung der psychischen und physischen Folgeerscheinungen nach überlebten Naturkatastrophen. Dieses Medikament wurde auch den Helfern verabreicht und von uns selbst eingenommen, um die sehr belastenden Eindrücke des täglichen Lebens, oder besser Über-Lebens, in einer zerstörten Stadt besser verarbeiten zu können.

In Tacloban meldeten sich zahlreiche Patienten voller Dankbarkeit in den Tagen nach ihrer Behandlung und berichteten über eine massgebliche Besserung ihrer Beschwerden. Die besten Ergebnisse sahen wir bei Schmerzproblemen (Kopf-, Glieder-, und Gelenkschmerzen), welche grösstenteils bereits unmittelbar nach der Behandlung verschwunden waren. Auch Schlafstörungen und Magenprobleme besserten sich bereits nach der ersten Akupunktursitzung. Eine Patientin erzählte, dass sie unabhängig von den jüngsten traumatischen Ereignissen seit einem Unfall vor 12 Jahren unter einer Phobie gelitten habe, mit dem Motorrad zu fahren - nach der NADA-Sitzung ging sie nach Hause und fuhr zum ersten Mal wieder Motorrad.
 
Zwei Patienten, die der Akupunktur anfangs etwas ängstlich gegenüberstanden, kamen am Folgetag wieder, nachdem sie von ihren Freunden und Kollegen über deren Behandlungserfolge erfahren hatten, mit der Bitte, eine NADA-Behandlung zu erhalten.
 
Stark psychisch traumatisierte Patienten (besonders solche, die viele Freunde und  Familienangehörigen verloren hatten), nahmen über mehrere Tage hinweg an unserem Therapieangebot teil. Hier konnten wir eine Verbesserung des psychovegetativen Status dahingehend beobachten, dass sich ihre anfangs stark eingeschränkte soziale Interaktionsfähigkeit merklich verbesserte - sie konnten sich besser konzentrieren, auf Unterhaltungen einlassen, auch zum ersten Mal seit Langem wieder lächeln. Auch berichteten sie über eine Verbesserung ihrer Schlafqualität und einen subjektiv wie objektiv deutlichen Rückgang von Nervosität, Anspannung und depressiven Symptomen.

In Cebu hatten wir leider nur einen Ambulanztag zur Verfügung, sodass wir keine direkten Verlaufskontrollen erheben konnten; allerdings waren zahlreiche der teilnehmenden Journalisten von ihrem Therapieerfolg so begeistert, dass sie ihre Kolleginnen und Kollegen aus Funk und Fernsehen mobilisierten, um über unsere Tätigkeit zu berichten, sodass wir im Anschluss an die Ambulanz noch einige Interviews geben durften....  

Gemäss Schätzungen der internationalen Hilfsorganisationen wird es noch 5 Jahre dauern, bis die vom Taifun verwüsteten Städte auf Leyte, Samar und zahllosen kleineren Inseln wieder aufgebaut sind. Wir werden unsere Aktivitäten auf den Philippinen somit auch im Jahr 2014 fortsetzen. Unser von tiefstem Herzen empfundener Dank gilt allen, die mit ihrer Unterstützung unseren Einsatz an Weihnachten erst möglich gemacht haben, auch im Namen unserer philippinischen Patientinnen und Patienten!

Sarah Monz, Fachärztin für Anästhesiologie (D) und Interventionelle Schmerztherapie (CH)
Matthias Witzel, Dipl. Psych.,Fachpsychologe für Psychotherapie FSP, Integrativer Psychotherapeut EAG/FPI

(Text eingereicht zur Veröffentlichung in DZA, Deutsche Zeitschrift für Akupunktur, April 2014)



KAIROS Projekt Yolanda 2013  - 1. Bericht von den Philippinen


Seit 2011 arbeiten wir zusammen mit PECOJON, einer philippinischen NGO, die sich zu Ziel gesetzt hat, unabhängigen Journalisten und ihren Familien zu helfen. Wir unterstützen sie dabei mit unserem therapeutischen Angebot einer Stress- und Trauma-Ambulanz mit psychotherapeutischer Traumatherapie, Körperarbeit, Akupunktur, Homöopathie und orthomolekularer Medizin.

Als unabhängige Journalisten kommen unsere Patienten aus allen Altersgruppen und sozialen Klassen der philippinischen Gesellschaft, und sie verkörpern eine Population, die durch die korrupten, mafiaähnlichen Strukturen der herrschenden politischen Verhältnisse grossen Repressionen ausgesetzt ist. Da wir in Europa von den Philippinen nicht so viel wissen, kann man die Verhältnisse dort am ehesten mit unseren Vorstellungen von Ländern wie Mexiko und anderen mittel- und südamerikanischen Ländern vergleichen: Oligarchen an der Macht, zahlreiche Bürgerkriege, die von der Weltgemeinschaft im grossen und ganzen ignoriert werden, und regelmässige Morde an unabhängigen Journalisten, die in einer Kultur der Straflosigkeit geschehen.
Auf der Philippinen sind unabhängige Journalisten jedoch nicht nur direkter Gewalt und Einschüchterung von Seiten der Machthaber ausgesetzt, sondern werden auch immer wieder im Rahmen ihrer Berichterstattung mit hochtraumatisierenden Situationen konfrontiert - seien es bewaffnete Konflikte zwischen Militär und Rebellengruppen, terroristischen Bombenattacken oder Natur- und andere Katastrophen mit meistens unzähligen Todesopfern.
Oft sind die Journalisten, in einem Land, in dem es keinen flächendeckenden organisierten Rettungsdienst gibt, auch als Ersthelfer tätig. Darüber hinaus sind sie bei den meisten Katastrophen, über die sie berichten, nicht zuletzt selbst Betroffene und mit dem Verlust von Verwandten, Freunden oder gar der eigenen materiellen Existenz konfrontiert.



In Tacloban, 6 Wochen nach dem Taifun: Sobald der Regen eine Pause einlegt, wird weiter aufgeräumt....
 
Im Zeitraum von Ende 2011 bis Ende 2013 waren alle unserer diesjährigen Patienten privat wie auch beruflich von drei oder mehr der folgenden Katastrophen betroffen: von Taifun Sendong/Washi (2011) mit nachfolgend katastrophalen Springfluten und Erdrutschen, die auf Mindanao ganze Stadtteile unter sich begruben; Taifun Pablo (2012); der Kollision zweier grosser Fähren im Hafen von Cebu mit hunderten Todesopfern (August 2013); dem Rebellenangriff auf die Stadt Zamboanga (noch immer leben hunderte Flüchtlinge in Zelten, deren Häuser von den Rebellen mit Feuer und Bomben zerstört wurden - einige unserer Patienten erlebten, wie eine Granate auf ein Team vom Roten Kreuz abgefeuert wurde, das nur 20 m von ihnen entfernt stand); dem schweren Erdbeben auf der Insel Bohol mit einer Stärke von 7.9 (Oktober 2013), sowie dem Super-Taifun Yolanda/Haiyan, mit Windgeschwindigkeiten von über 300 Stundenkilometer dem schwersten Sturm, der je über Land gemessen wurde.

Speziell nach diesem Taifun reisten viele Journalisten in die betroffenen Gebiete, um dort zu helfen und um unabhängig über die Situation vor Ort zu berichten, da man eine grossangelegte Vertuschungsaktion durch die Regierung befürchtete, was dann auch tatsächlich eintrat. In den ersten Tagen nach der Katastrophe wurde das Ausmass der Katastrophe gegenüber der internationalen Gemeinschaft durch die offiziellen philippinischen Kanäle systematisch verharmlost, was zu einem schwerwiegenden Zeitverlust beim Anlaufen der internationalen Hilfe führte und nochmals unzählige Opfer forderte, die nicht rechtzeitig aus den Trümmerfeldern geborgen werden konnten.

Örtliche Journalisten aus Tacloban hingegen wurden direkt Opfer der flächendeckenden Verwüstung; sie verloren alles - von Wohnungen, Arbeitsstellen, Arbeitsmaterialien bis hin zu Freunden und Familienangehörigen. Ein Patient war der einzige Überlebende aus den Reihen des Fernsehsenders, für den er arbeitete....


Am 1. Weihnachtsfeiertag: Familientag in unserer Stress- und Trauma-Ambulanz
 
Zwischen Heiligabend und 30. 12. 2013 führten wir 5 Trauma-Ambulanzen mit täglich 6-8 Stunden Einzel- und Gruppenbehandlungen durch; 4 davon in Tacloban, der vom Taifun am stärksten verwüsteten Stadt, für Journalisten und ihre Familien, sowie einen Termin in Cebu für dortige Journalisten und Ersthelfer.
Die am häufigsten geschilderten Beschwerden waren Muskel-, Nacken- und Rückenschmerzen; Schlafstörungen; chronische Kopfschmerzen; schwere Depressionen; Angst- und Panikattacken; Flashbacks und/oder Alpträume von den erlebten Geschehnissen; Erschöpfung; Konzentrationsstörungen; psychische Dissoziation mit Unfähigkeit, die eigenen Gefühle wahrzunehmen; Gelenkschmerzen; Atemprobleme, Zwangsstörungen; Magen- und Verdauungsbeschwerden. 

Unsere diesjährigen Patienten zeigten ein grösseres Ausmass und qualitativ viel stärker ausgeprägte Symptome als diejenigen in den Jahren zuvor (2011 und 2012).
 



Ohrakupunktur nach dem NADA-Protokoll


Die Patienten kurz vor der Einnahme des ersten homöopathischen Medikaments, aufgelöst in einem Schluck Wasser.

Im Rahmen der Stress- und Traumaambulanz erhielten die Patienten eine Kombination aus psychotherapeutischen Traumainterventionstechniken, integrative Körperarbeit, NADA-Akupunktur sowie die homöopathische Rezeptur PC 305z für die Behandlung der Folgeerkrankungen nach Naturkatastrophen. Dieses Medikament wurde auch den Helfern verabreicht und von uns selbst prophylaktisch eingenommen, um die sehr belastenden Eindrücke besser verarbeiten zu können.

In Tacloban meldeten sich zahlreiche Patienten voller Dankbarkeit am Folgetag mit positiven Meldungen über eine massgebliche Besserung ihrer Beschwerden. Die besten Ergebnisse sahen wir bei Schlafstörungen und Schmerzproblemen (Kopf-, Glieder-, und Gelenkschmerzen), welche grösstenteils bereits nach dem ersten Behandlungstag verschwunden waren. Eine Patientin berichtete, dass sie unabhängig von den jüngsten traumatischen Ereignissen seit einem Unfall vor 12 Jahren unter einer Phobie gelitten habe, mit dem Motorrad zu fahren - nach der Behandlung in unserer Ambulanz ging sie nach Hause und fuhr zum ersten Mal wieder Motorrad.....
 



Stress- und Aggressionsmanagement: Übung in der Trauma-Ambulanz

  

  Gruppentherapie mit Überlebenden des Taifuns in Tacloban

Stark traumatisierte Patienten (besonders solche, die den Ertrinkungstod von Familienangehörigen und Freunden miterleben mussten, ohne helfen zu können), nahmen über mehrere Tage hinweg an unserem Therapieangebot teil. Hier konnten wir eine Verbesserung des psychovegetativen Status dahingehend dokumentieren, dass sich ihre soziale Interaktionsfähigkeit verbesserte - sie konnten sich besser konzentrieren, auf Unterhaltungen mit anderen einlassen, auch zum ersten Mal seit Langem wieder Lächeln. Auch berichteten sie über eine Verbesserung der Schlafqualität und einen subjektiv wie objektiv deutlichen Rückgang von Nervosität, Anspannung und depressiven Symptomen.

In Cebu hatten wir leider nur einen Tag zur Verfügung, sodass wir keine direkten Verlaufskontrollen erheben konnten; allerdings waren zahlreiche Journalisten nach der Teilnahme an den Therapien so begeistert, dass sie ihre Kolleginnen und Kollegen aus Funk und Fernsehen mobilisierten, um über unsere Tätigkeit zu berichten, sodass wir im Anschluss an die Ambulanz noch einige Interviews geben durften....  

Wir werden unsere Aktivitäten auf den Philippinen auch im Jahr 2014 fortsetzen. Ein herzliches Danke an alle, die mit ihrer Unterstützung unser Engagement möglich gemacht haben! Es gibt noch viel zu tun.....



Überlebende Kinder in Tacloban

 

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Kairos-Projekt Yolanda Update 7 - 2.Jan.14


...zurück von den Philippinen...zurück aus Tacloban, wo wir in all dem apokalyptisch Dunklen, im Erleben der Abgründe menschlicher Hartherzigkeit, in all der Ohnmacht auch vielen herzberührenden kleinen Lichtern an bewundernswertem Mut, Vertrauen und Mitgefühl erleben durften: DANKE den Menschen in Tacloban, DANKE den Journalisten von PECOJON, DANKE den Aerzten ohne Grenzen, DANKE den Clowns ohne Grenzen, Danke der chinesischen buddhistischen NGO Tzu Chi, DANKE all den anderen Helfern vor Ort und auch all denen, die unsere kleine Hilfsaktion materiell und mit ihrer Herzensenergie unterstützt haben! 

Bericht folgt in Kürze!



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KAIROS-Projekt "YOLANDA" - Update Nr. 6 - Dec 14, 2013

Auf Einladung der Grundschule Lindbachtal Lützellinden bei Giessen durften wir gestern den Kindern, Eltern und Lehrern unser Hilfsprojekt YOLANDA vorstellen. Die Schulgemeinde hat unser Projekt als dasjenige ausgewählt, das durch Spenden bei der diesjährigen Schulweihnachtsfeier unterstützt werden soll. Wir werden mit der Schulgemeinde in Kontakt bleiben und im neuen Jahr zurück kommen, um von unserem Aufenthalt auf den Philippinen zu berichten und um anhand unseres Kinder-Trauma-Buchs Einblicke in unsere Arbeit mit betroffenen Kindern und Familien zu geben. Vielen Dank an Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrer für ihr Interesse an unserer Arbeit und die tatkräftige Unterstützung!


KAIROS-Projekt "YOLANDA" - Update Nr. 5 - Nov 26, 2013
"WIR SIND KEIN MÜLL, WIR KÖNNEN IMMER NOCH ARBEITEN!"

Unsere Kontaktpersonen, die Koordinatoren von PECOJON, sind von ihrer 10tägigen Reise durch das Katastrophengebiet zurück, wobei es vor allem darum ging, unabhängige und valide Informationen zum Stand der Lage in weiter entfernten und schwer zugänglichen Gebieten zu erhalten und den Betroffenen vor Ort erste materielle Hilfe zukommen zu lassen.

Auf der Basis der gewonnen Erkenntnisse wurde nun ein umfassendes Konzept erarbeitet, wie den betroffenen Medienangehörigen vor Ort geholfen werden kann, wobei unsere Trauma-Ambulanz sinnvollerweise nur einen Mosaikstein im Kontext einer weitreichenden Wiederaufbauhilfe darstellen wird.

Unsere Ambulanz wird neben den Betroffenen auch Ersthelfern und nicht selbst betroffenen Berichterstattern Hilfe dabei leisten, ihre Erfahrungen im Zusammenhang mit der Katastrophe zu verarbeiten, da selbst langjährige und krisenerfahrene Journalisten z.B. der New York Times in ihren Artikeln bemerkten, noch niemals in ihrer Karriere mit einem derartigen Ausmass an Tod und Zerstörung konfrontiert gewesen zu sein.


Brief von L. Manriquez an das Forum Medien und Entwicklung  (www.cameco.org/deutsch)


Typhoon Haiyan’s catastrophic destruction affected many groups of people from different walks of life, some of whom may not seem like obvious suggestions for emergency aid.

Our appeal is different, and very real, local Filipino journalists and media people have suffered tragic losses - families, friends,self-sustained local media outfits - all gone because of the typhoon.

The local media are severely stressed and traumatized. Many of them were on duty when the typhoon devastated the Visayas.

Right now, they are victims themselves, and even as victims, they strive to continue to do their job as reporters, as story tellers and as the voice of the people. Their only wish is to be able to to do their work again.

PECOJON-The Peace and Conflict Journalism Network Philippines is a Misereor partner. We have immediately responded to the local media providing immediate financial aid for food, shelter and transportation less than a week after the typhoon.

There are over 129 media workers affected. Some of them lost their lives during the typhoon, some survived but lost their spouse and children, and all of them lost the media outfits. Some media outfits have sister stations from Cebu and Manila but self-sustained media by individual journalists or partners are totally flattened.


Last night, I received reports of verbal harassment against the local media. That they are not allowed to attend press conferences or provided with information of government actions on the ground. The local officials said because they are local media. One of the reporters said, "Our houses and stations may have been destroyed but we are not debris and we could still do our job!"

Who will do the daunting task of reportage and monitoring when the national and international press slowly leaves Samar and Leyte in the days to come?

We need to respond now. Urgently, PECOJON is in need of funds to be able to provide the following to the local media:

1) immediate relief on food, money and shelter
2) immediate relief on equipments (telephone, mobile internet, laptop,
recorders, harddrives)
3) trauma clinic
4) rehabilitation program for the local media by building a community
mass media (combination of tv, radio and print through online platform)

We are writing CAMECO to seek help in realizing these needs and to beable to guide us or advise on whom to approach to realize the responses.

I pray that my email does not overwhelm you...and apologies for the urgency of the situation. I would have had sent this email earlier but I was on the ground myself and was only able to return last Sunday. We are more than willing to work out with whatever is possible.


Sincerely,

Len Manriquez



(Ms) Ledrolen Manriquez
Acting National Coordinator/Chief of Operations
PECOJON-The Peace and Conflict Journalism Network Philippines
www.pecojon.ph | www.pecojon.org.ph
+ 63 928 504 73 79 | 0063-32-5055262
 

KAIROS-Projekt "YOLANDA" - Update Nr. 4 - Nov 25, 2013

Direkter Spendenaufruf von PECOJON - The Peace and Conflict Journalism Network


Typhoon Haiyan’s catastrophic destruction affected many groups of people
from different walks of life, some of whom may not seem like obvious
suggestions for emergency aid.
 
Our appeal is different, and very real, local Filipino journalists and
media people have suffered tragic losses - families, friends,
self-sustained local media outfits - all gone because of the typhoon.
 
The local media are severely stressed and traumatized. The biggest
tragedy of their career when they cannot continue their work and tell
the stories of the people because they are victims themselves.
 
True to its “journalist for journalist” principle, PECOJON launched a
humanitarian mission for the media workers affected by super typhoon
Haiyan (Yolanda).
 
Specifically, PECOJON targets to provide:
1. Immediate financial assistance to bridge the urgent need for food,
money and transportation;
2. A trauma clinic on December, 2013 with the support of Matthias Witzel
and Dr. Sarah Monz of the Lago Maggiore Institute; and
3. Project RISE: A long term rehabilitation program for community
journalists in the affected region through a community mass media program.
 
Bank Account Details:
Account Name: PECOJON-The Peace and Conflict Journalism Network
Philippines, Inc
Savings Account Number: 00-231-0255544
Swift Code: BNORPHMM
Bank Name: BDO Unibank Inc.
Address of the Bank: Cebu-Fuente Branch, Cebu City, 6000 Philippines
Address of the Account Holder: 10A Alo Compound Elizabeth Pond Ext Brgy
Kamputhaw, Cebu City 6000 Cebu Philippines
 
Thank you!
 
warmest,
Len Manriquez

KAIROS-Projekt "YOLANDA" - Update Nr.3 - Nov 22, 2013

Information von Ledrolen Manriquez, PECOJON Chief of Operations:

Zur aktuellen Situation

Dear Friends,

 
My deepest apologies for not being able to keep in touch with you while being here on the ground. Our communication is very limited and transportation is a challenge. If you look at the map, we moved from Tacloban City to Catbalogan and further to Giuian in Eastern Samar. We were able to touch base with local journalists and initially provided them with immediate financial assistance.
 
The areas of Northen Leyte, Southern and Eastern Samar have been severely affected by the typhoon. Almost 100-percent of the area were damaged and devastated. Coconut trees were uprooted. Houses are destroyed totally and left into structures and devastation. The sad thing right now is that it is raining and with every rain and wind, people are recall the ordeal of that fateful day. 
 
In these areas, four radio stations, two television station and 1 local daily were totally damaged by the storm. Jazmin Bonifacio of Radyo Diwa shares her near death experience. She was onboard that day. The storm is expected to hit Tacloban at 8am, the night before, the calm had an eerie feeling. When the storm came, it did not come with rain but it came with a wall of dark and black water - about 15 feet high - hitting tacloban like a tsunami. They were inside the station when it happened and the station was flooded up to the ceiling. They had to stay at the ceiling until the water subsided about an hour later.
 
Haiyan left Tacloban into a city of debris. Trees, mud and dirt devoured the city. Arriving in the city four days later after the storm, my sight saw only debris over debris and I couldn't tell how the city would recover from the catastrophe. Relief could only relieve a few days. How to go on and move forward is the most daunting task.
 
We met with seven journalists in our rounds. We gave them initial financial support. Some we helped with a temporary work with the international press hoping that being a local guide/fixer could help them emotionally recover from the trauma of the typhoon. Some we are looking for temporary work with aid agencies. Although temporary, we hope that it could augment the urgency of at least doing something and not being stagnant.
 
We also told them that by December we will gather them for handling trauma sessions and they are looking forward on this. They said it is equally needed as work is.
 
Looking forward to the future, we hope that you can further help us connect with funding agencies in europe in a plan to set up a community media - radio, tv and print - for all journalists who lost their work because of the storm. We will call this project: RISE. Because most of the owners feel there is no way but shutdown now, we will fight this situation with a situation of hope and find a solution that will not only bring back life to the those affected but will rise them up to be models of disaster management.
 
As for me, we had to manage sleeping in the car we rented when we went to visit the affected media in Giuian and to eat biscuits and canned goods here in Tacloban. When we went to Catbalogan, we were able to feast on cooked food and being here on the ground that was a relief for me as well.
 
My deepest gratitude,
Len

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Buseck, den 18.11.13    Matthias Witzel + Sarah Monz
 
KAIROS-Projekt „Yolanda“ - Update Nr. 2
 

Wie aus unserem ersten Spendenaufruf zu entnehmen ist, bin ich seit 2008 bereits viele Male auf den Philippinen gewesen, um traumatherapeutisch mit einigen Gruppen der PECOJON-Journalisten und auch mit deren Familien zu arbeiten. Zuletzt war ich diesbezüglich im April 2012 zusammen mit meiner Partnerin Sarah, die Ärztin ist, nach einer verheerenden Flutkatastrophe (ausgelöst durch den Taifun Sendong/Washi im Dezember 2011) auf der Bürgerkriegsinsel Mindanao.
 
Wir sind in ständigem Kontakt mit den Mitarbeitenden von PECOJON - vor allem mit der Koordinatorin des Journalistennetzwerkes Ledrolen Manriquez. So sind wir immer informiert über das komplexe Geschehen im Lande (politisch wie auch bzgl. der sich in letzter Zeit häufenden Naturkatastrophen).
In diesem Zusammenhang bat Ledrolen uns jetzt, ob wir zeitnah kommen könnten, um die betroffenen PECOJON-Journalisten, die zur Zeit Tag und Nacht im Katastrophengebiet nicht nur Bericht erstatten, sondern sich darüber hinaus mehrheitlich den Hilfskonvois angeschlossen haben und ehrenamtliche Nothilfe leisten, mit unseren Mitteln (trauma-medizinisch und traumatherapeutisch) zu unterstützen, d.h. unter anderem diese Menschen emotional und somatisch wieder einigermassen zu stabilisieren, ihnen zu helfen Stress und traumatische Erlebnisse zu verarbeiten, wieder schlafen zu können ohne Albträume und Flashbacks zu haben etc. Da spielt sicherlich eine wesentliche Rolle, dass sich über die Jahre ein gutes Vertrauensverhältnis aufgebaut hat.  
 
 
Bedarf an Spendenmitteln:
Wir haben daher begonnen, im Verwandten- und Freundeskreis finanzielle Mittel zu sammeln, um einen solchen traumatherapeutischen  Einsatz vor Ort organisieren zu können. Mit diesen Mitteln sollen für die Betroffenen, die nach unseren Begriffen völlig mittellos sind, Transportkosten und kurzzeitige Unterkünfte am Ort der „Trauma-Ambulanz“ bestritten werden. Zudem wird Sarah Behandlungsutensilien wie Akupunkturnadeln, eine mobile Apotheke mit homöopathischen und schulmedizinischen Medikamente und z.B. medizinische Tapes für die psycho-somatischen Stabilisierung Traumatisierter mitnehmen. Diese Ausrüstung hat sich bereits 2012 bewährt. Wir rechnen jedoch diesmal aufgrund der grossen Zahl der Betroffenen und Helfer, mit einer weit grösseren Nachfrage unseres Angebots, sodass wir die notwendigen Ausgaben nicht mehr alleine bestreiten können.
 
Unsere eigenen Aufwendungen inklusive Flüge zahlen wir natürlich selbst. Damit gehen 100% der Spenden in die Unterstützung der Betroffenen vor Ort.
Wie hoch die Kosten letztendlich genau sein werden, wissen wir zur Zeit noch nicht. Wir würden auch gerne den betroffenen Familien der Jounalisten finanzielle Unterstützung zukommen lassen, da wir wissen, dass einige von ihnen während der Berichterstattung umgekommen sind und nun unversorgte Familien zurücklassen, deren gesamtes Hab und Gut zudem vernichtet ist. Darüber hinaus sind die rund um die Uhr helfenden PECOJON-Journalisten selbst finanziell in schwierigen Situationen. Durch ihre freiberuflich und erklärtermassen neutral und unbestechlich ausgeübte Tätigkeit sind die meisten von ihnen finanziell in einer chronisch prekären Situation, was z.B. dazu führt, dass sie sich im Falle von Erkrankungen medizinische Behandlungen, die in den Philippinen privat bezahlt werden müssen, oft nicht leisten können. Viele vor allem der älteren Journalisten leiden unter  chronischen Krankheiten, oft als Resultat ihres chronischen beruflichen Stresses.
 
Anfangs 2014 möchten wir den Verein KAIROS gründen, assoziiert mit unserer Praxis für körperliche und seelische Gesundheit. Damit wird dann organisatorisch und juristisch alles einfacher, vor allem wenn dann Unterstützungen von Organisationen und Gruppierungen eintreffen sollten. Im Moment läuft alles noch auf Vertrauensbasis der Menschen, die uns und unsere Arbeit persönlich kennen.


Bankverbindung:
Deutschland:  Matthias Witzel, Volksbank Mittelhessen, IBAN DE95 5139 0000 0024 2567 07, BIC VBMHDE5F,   oder: BLZ: 51390000  Kontonummer:  0024256707 Stichwort/Verwendungszweck „Yolanda“
Schweiz: Matthias Witzel, MIGROS Bank, IBAN CH91 0840 1016 6054 4740 0, Stichwort/Verwendungszweck „Yolanda“

E-mail: praxis-kairos[SQM]t-online.de

Weitergehende Informationen unserer Praxis, unserer Projekte und Aktivitäten findet man unter: www.matthias-witzel.com
 





                                                                                              Buseck, 12.11.13
Liebe Freunde,
wir bitten Euch um Eure Unterstützung für unseren diesjährigen Hilfseinsatz auf den Philippinen.
Im Dezember geht es los....
Wir werden auf direkte Anfrage einer philippinischen Hilfsorganisation eine PTSD*-Präventions- und Therapieambulanz für Helfer und Überlebende des Taifuns Haiyan auf den Philippinen durchführen.
*posttraumatisches Stress-Syndrom

Im Rahmen der Hilfseinsätze nach dem schlimmsten Wirbelsturm in der Geschichte der Menschheit, der am 7.11.2013 auf den Philippinen eine humanitäre Katastrophe auslöste, wurde auch unsere Hilfe angefragt, und zwar von PECOJON, einer unabhängigen Organisation philippinischer Journalisten, mit denen wir bereits in der Vergangenheit mehrfach zusammengearbeitet haben. Matthias Witzel war bereits 7x auf den Philippinen, um dort in Ambulanzen, Workshops und Seminaren psychotherapeutische Hilfestellung bei der Bewältigung extremster Erlebnisse in dem von Bürgerkrieg und Naturkatastrophen stark betroffenen Inselstaat zu geben. 2011 und 2012, nachdem auf den Philippinen hunderte Menschen einer Springflut zum Opfer gefallen waren,  konnten wir ehrenamtlich mehrere Seminare zur Stress- und Traumaverarbeitung anbieten, welche durch medizinische Behandlungen und Patientenedukation ergänzt wurden und grossen Anklang fanden.

Während nun seit zwei Tagen die erschreckenden Bilder aus Tacloban um die Welt gehen und unsere philippinischen Freunde vor Ort rund um die Uhr, unterstützt von internationalen Hilfsorganisationen wie dem Roten Kreuz, an vorderster Front mitkämpfen und helfen, den Betroffenen Infrastrukturen, Lebensmittel, medizinische Hilfsgüter und Informationen zugänglich zu machen – während sie selbst zum Teil verwundet oder obdachlos geworden sind und Todesopfer in den eigenen Familien und im Kollegenkreis zu beklagen haben - , stellt sich wiederum die Frage nach dem „danach“, also was mit diesen Helfern geschehen wird, wenn das Allerschlimmste vorüber ist, wie sie die Bilder der Zerstörung und des Elends, den Schock der eigenen Hilflosigkeit und des Verlusts verarbeiten können werden – und ob sie überhaupt in der Lage sind, so lange durchzuhalten.

In dieser Situation wollen und können wir unsere Freunde nicht allein lassen und werden daher Mitte Dezember auf eigene Kosten in das Krisengebiet aufbrechen, um dort bis zum Jahresende eine PTSD-Präventions- und Therapieambulanz für Helfer und Betroffene einzurichten, damit diese neben der dringend benötigten materiellen und akutmedizinischen Hilfe auch Betreuung und konkrete Behandlungen und Hilfestellungen dabei erhalten, das Erlebte zu verarbeiten und abzuschliessen. Geschieht eine solche Nachsorge nicht, können massive traumatische Erlebnisse dieser Grössenordnung  bei den Betroffenen oft zum Ursprung schwerster psychischer, psychosomatischer und auch körperlicher Erkrankungen und Beeinträchtigungen werden und sogar an folgende Generationen weitergegeben werden.

Bitte helft uns, zu helfen-  um all den Betroffenen, die wir erreichen, die Rückkehr in ein geregeltes und selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen.

Da wir keine Verwaltungskosten haben, kommt jede Spende, egal wie klein, welche bis zum 10.12. 2013 auf einem der angegebenen Konten eintrifft, direkt unserer Arbeit mit den Betroffenen zugute. Wir werden über unsere Arbeit auf unserer Homepage berichten bzw. auf Wunsch über eine Mailinglist Euch immer auf dem Laufenden halten. Wenn Ihr Fragen zu diesem Projekt oder der KAIROS-Initiative habt, kontaktiert uns gerne direkt per Mail.

Wir danken Euch für Eure Unterstützung!

Sarah & Matthias

Bankverbindung:
Deutschland:  Matthias Witzel, Volksbank Mittelhessen, IBAN DE95 5139 0000 0024 2567 07, BIC VBMHDE5F,  Stichwort/Verwendungszweck „Yolanda“ oder: BLZ: 51390000  Kontonummer: 0024256707
Schweiz: Matthias Witzel, MIGROS Bank, IBAN CH91 0840 1016 6054 4740 0, Stichwort/Verwendungszweck „Yolanda“
World wide web:
Homepage: www.matthias-witzel.com (unter „Aktuelles“)
E-mail: praxis-kairos[SQM]t-online.de